Achte gut auf dich!

Als ich angefangen habe, BJJ zu trainieren tat mir ständig alles weh. Bis zu einem gewissen Grad, ist das auch normal in dem Sport und zum Teil muss man wohl einfach besser werden um das zu verhindern und das dauert…. Zum Anderen muss man sich vielleicht auch etwas daran gewöhnen. Aber: BJJ zeigt dir auch die Schwachstellen deines Körpers auf und zwingt dich dazu daran zu arbeiten um gesund zu sein.

Meine körperliche Verfassung war vor dem Jiu-Jitsu wirklich nicht schlecht, Standard Sportprogramm eben. Ziemlich schnell habe ich dann aber Schmerzen im unteren Rücken bekommen und war beim Osteopathen, der in regelmäßigen Abständen festegestellt hat, dass ein Wirbel der Lendenwirbelsäule blockiert war. Das konnte er zwar beheben, doch eben nicht nachhaltig. Ich musste mich also um die Ursache kümmern. Dabei half mir eine Personal Trainerin. Der Grund für meine Schmerzen war ein viel zu schwacher Gluteus Medius, der die Bewegungen im BJJ nicht abfedern konnte. Deshalb ging es zu Lasten meiner Wirbelsäule. Als das gefunden war, konnte ich daran arbeiten und meine Rückenschmerzen beheben. Dieser Muskel war also schon immer zu schwach und hätte mir vermutlich früher oder später zu schaffen gemacht. Um weiterhin zum Training gehen zu können, musste ich mich aber direkt um meine körperliche Gesundheit kümmern.

Doch BJJ sorgt nicht nur dafür, dass du dich gut um deinen Körper kümmern musst, sondern auch um deinen Geist, egal ob Egoproblem oder Sozialphobie. Auch hier habe ich ein sehr persönliches Beispiel. Ich habe Angst. Und trotzdem zwinge ich mich regelmäßig durch Dinge. Ohne es zu hinterfragen und ohne auf mich zu achten. Vor einiger Zeit bekam ich Panikattacken beim Sparring und habe mich gefragt, was mein Körper mir denn jetzt schon wieder antut und war genervt von mir selbst. Wieder ein Thema, mit dem ich mich auseinander setzen musste. Es irgendwie annehmen musste. Ich habe also versucht, es nicht als etwas zu sehen, das gegen mich arbeitet, sondern als etwas das mich beschützen möchte weil ich das viel zu oft nicht selbst mache. Der nächste Schritt war dann, genau das zu tun. Mich rechtzeitig selbst zu beschützen, bevor es die Panikattacke regelt. Ich tappe also rechtzeitig und sage schwereren Partner*innen, dass sie bitte nicht mit vollem Gewicht Druck machen sollen. Und habe dabei gelernt, dass nicht nur mein Körper sich entspannt, je sicherer er sich mit meinen Entscheidungen fühlt, sondern auch dass ich angenommen werde, so wie ich bin. Und das ist beides sehr wertvoll.

Aber zur Sicherheit: BJJ ist toll! Und hilft! Aber ersetzt weder Arzt noch psychologische Hilfe.

Außerdem musst du gut und gesund essen, genügend schlafen und auf dich achten wenn du dich für Jiu-Jitsu entschieden hast.

Die Liste könnte noch weitergeführt werden und oft komme ich von einer Einheit nach Hause, die irgendwie schlecht lief und mir fällt auf, dass sich immer Neues findet, bei dem Jiu-Jitsu das Schlechteste in mir an die Oberfläche bringt und mich zwingt daran zu arbeiten um ein besserer Mensch zu werden. Auch außerhalb der Matte.

Fang an BJJ zu trainieren und überzeuge dich selbst davon!

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